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Montag, 4. Mai 2009
Jahrestag
oskar-kasimir, 19:14h
4. Mai 2007: Dieser Tag ist als OSKARs persönlicher Horrortag in seine Biographie eingeschrieben. Per Telefon und erst auf sein Nachbohren hin, hatte J. ihm gegen 11.oo Uhr mitgeteilt, dass ihrer beider Beziehung wohl besser zu beenden sei.
Was folgte, war ein Tal, so dunkel, schrecklich und finster, dass OSKAR froh ist, es hinter sich gelassen zu haben. der (Wieder)Aufstieg auf der anderen Seite der Schlucht war steil, steinig, schwierig - aber über grosse Strecken wurde er dabei von ihm wohlgesonnen Menschen hinaufgezogen oder geschoben. Es ist nun gut, wie es ist. Vielleicht sogar besser als es zuvor war.
Jahrestage sollten nicht überbewertet werden - und schon gar nicht solche. Dennoch fiel dieser Jahrestag OSKAR eher zufällig und während seiner Mittagspause ein. Er nimmt diese Zufälligkeit als gutes Zeichen; als Zeichen, dass sein Blick sich zusehends und immer weiter auf die Gegenwart und die Zukunft richtet, während das Vergangene zwar prägend und nicht verdrängt vorhanden ist, es ihm aber nicht mehr permanent vor Augen steht und den Blick vernebelt! - In diesem Sinne also durchaus ein Tag der Freude und des Feierns.
Was folgte, war ein Tal, so dunkel, schrecklich und finster, dass OSKAR froh ist, es hinter sich gelassen zu haben. der (Wieder)Aufstieg auf der anderen Seite der Schlucht war steil, steinig, schwierig - aber über grosse Strecken wurde er dabei von ihm wohlgesonnen Menschen hinaufgezogen oder geschoben. Es ist nun gut, wie es ist. Vielleicht sogar besser als es zuvor war.
Jahrestage sollten nicht überbewertet werden - und schon gar nicht solche. Dennoch fiel dieser Jahrestag OSKAR eher zufällig und während seiner Mittagspause ein. Er nimmt diese Zufälligkeit als gutes Zeichen; als Zeichen, dass sein Blick sich zusehends und immer weiter auf die Gegenwart und die Zukunft richtet, während das Vergangene zwar prägend und nicht verdrängt vorhanden ist, es ihm aber nicht mehr permanent vor Augen steht und den Blick vernebelt! - In diesem Sinne also durchaus ein Tag der Freude und des Feierns.
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oskar-kasimir, 13:35h
OSKAR ist dort, wo er vor einem Jahr abgereist ist: in Genf. Dort, wo dieser Blog und manches mehr begann, hat er sich wieder eingefunden. Eine solche Gelegenheit mag manchem Anlass sein, Rückschau zu halten: So viel ist in den vergangenen zwölf Monaten passiert. Ohne Zweifel und ohne Überheblichkeit ist es ganz sicher nicht falsch zu behaupten, dass OSKAR zwar äußerlich weitgehend derselbe geblieben ist, er sich aber zugleich stärker fühlt. Letzteres ist einerseits Folge regelmäßiger Besuche der Hampelbude, wo er dann Stahlungetüme bewegt, sich über Bälle rollt und auf Matten bewegt, sich auf Maschinen, die einem Hamsterrad in gewisser Weise nicht unähnlich sind (der wesentliche Unterschied: Hamster gucken dabei kein TV!), rumtreibt und anschließend müde, aber zufrieden, ins Bett kippt. Andererseits ist es eine innere Gestärktheit, die sich in größerer Gelassenheit und gewachsenem Selbstvertrauen niederschlägt. Mehr Rückschau sei den OSKAR-Lesern (vorerst) erspart...
Vor diesem Hintergrund kann er auch den nun angetretenen Aufenthalt entspannter sehen, der ihn immerhin nahezu den gesamten Sommer über am Genfer See halten wird. Diesmal hat er zwar keine komplette Wohnung für sich allein, dafür aber ein Zimmer in einer WG. Gemeinsam mit einem im besten Sinne leicht durchgeknallten, und dem ersten Anschein nach sehr liebenswerten Künstler teilt er sich Küche und Bad in einer hübschen Uraltwohnung, die zudem sehr viel Gemütlichkeit in OSKARs Sinne ausstrahlt. Sie ist wunderbar gelegen: ruhig, aber dennoch nicht allzu weit vom See und der Innenstadt. Ein Park lädt ein, sich nach dem Tagewerk auf grüner Wiese zu fläzen oder/und in der Sonne zu aalen. Eine noch viel größere Anziehungskraft als die grüne Wiese übt indes der im Park beheimatete Spielplatz auf OSKAR aus. So etwas hat’s zu seiner Kindheit nicht gegeben. Nun ist OSKAR im Großen und Ganzen, meistens jedenfalls, ein ordentlicher Mensch und würde niemals etwas Verbotenes tun. Und genau da liegt der Knackpunkt. Zwar ist sein Französisch nicht wirklich gut und entlockt seinem Untervermieter regelmäßig ein breites Grinsen, aber soviel versteht er denn doch, wenn er an diesem ihn magisch anziehenden Gewirr aus Kletterstangen und -netzen, Rutschen, Winden und Schaukeln konzipierten Traum eines jeden Kindes (im Manne) vorübergeht: dass das dortige Spielen Kindern über 14 Jahren nicht erlaubt ist…
Der andere, fast ebenso schwer wiegende Nachteil seiner neuen Bleibe: es gibt kein Internet. Weder LAN noch W-LAN. Da OSKAR aber doch manchmal auch etwas seine dunklen Seiten offenbart, gesteht er hier, dass er sogar versucht hat, sich in ein ungesichertes Drahtlosnetzwerk… NIX, alle gesichert. Die Sicherheitsparanoia scheint umzugehen! Unmöglich!! Ihm, der sonst nahezu permanent online ist, wird somit ein unfreiwilliger, ‚kalter Entzug‘ zuteil, der ihn sich wünschen lässt, niemals auch überhaupt nur die Bekanntschaft mit E-Mails und Webbrowsern gemacht zu haben. – Ja, es gibt in Genf Internetcafés. Ja, OSKAR geht dorthin. Widerwillig, weil ungemütlich, neugierige Blicke, stickig, keine Muße, Idioten überall…
Er wird sich in sein schweres Schicksal fügen und weniger online sein - in der Hoffnung, dass ihm dies keine Schäden, keine bleibenden zumindest zufügt.*
[* Dies klingt wehleidig, es ist wehleidig. OSKAR ist ein Mann. Und Männer sind wehleidig! ]
Vor diesem Hintergrund kann er auch den nun angetretenen Aufenthalt entspannter sehen, der ihn immerhin nahezu den gesamten Sommer über am Genfer See halten wird. Diesmal hat er zwar keine komplette Wohnung für sich allein, dafür aber ein Zimmer in einer WG. Gemeinsam mit einem im besten Sinne leicht durchgeknallten, und dem ersten Anschein nach sehr liebenswerten Künstler teilt er sich Küche und Bad in einer hübschen Uraltwohnung, die zudem sehr viel Gemütlichkeit in OSKARs Sinne ausstrahlt. Sie ist wunderbar gelegen: ruhig, aber dennoch nicht allzu weit vom See und der Innenstadt. Ein Park lädt ein, sich nach dem Tagewerk auf grüner Wiese zu fläzen oder/und in der Sonne zu aalen. Eine noch viel größere Anziehungskraft als die grüne Wiese übt indes der im Park beheimatete Spielplatz auf OSKAR aus. So etwas hat’s zu seiner Kindheit nicht gegeben. Nun ist OSKAR im Großen und Ganzen, meistens jedenfalls, ein ordentlicher Mensch und würde niemals etwas Verbotenes tun. Und genau da liegt der Knackpunkt. Zwar ist sein Französisch nicht wirklich gut und entlockt seinem Untervermieter regelmäßig ein breites Grinsen, aber soviel versteht er denn doch, wenn er an diesem ihn magisch anziehenden Gewirr aus Kletterstangen und -netzen, Rutschen, Winden und Schaukeln konzipierten Traum eines jeden Kindes (im Manne) vorübergeht: dass das dortige Spielen Kindern über 14 Jahren nicht erlaubt ist…
Der andere, fast ebenso schwer wiegende Nachteil seiner neuen Bleibe: es gibt kein Internet. Weder LAN noch W-LAN. Da OSKAR aber doch manchmal auch etwas seine dunklen Seiten offenbart, gesteht er hier, dass er sogar versucht hat, sich in ein ungesichertes Drahtlosnetzwerk… NIX, alle gesichert. Die Sicherheitsparanoia scheint umzugehen! Unmöglich!! Ihm, der sonst nahezu permanent online ist, wird somit ein unfreiwilliger, ‚kalter Entzug‘ zuteil, der ihn sich wünschen lässt, niemals auch überhaupt nur die Bekanntschaft mit E-Mails und Webbrowsern gemacht zu haben. – Ja, es gibt in Genf Internetcafés. Ja, OSKAR geht dorthin. Widerwillig, weil ungemütlich, neugierige Blicke, stickig, keine Muße, Idioten überall…
Er wird sich in sein schweres Schicksal fügen und weniger online sein - in der Hoffnung, dass ihm dies keine Schäden, keine bleibenden zumindest zufügt.*
[* Dies klingt wehleidig, es ist wehleidig. OSKAR ist ein Mann. Und Männer sind wehleidig! ]
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Sonntag, 26. April 2009
gut geheult
oskar-kasimir, 01:38h
OSKAR kann sich an eine Zeit erinnern, da er ein kleiner Junge war und die erfüllt war von Kindheit. Es war eine wohl alles in allem behütete Kindheit, frei von Gefahr, existentiellen Ängsten, ein - wie es so schön heißt - stabiles Umfeld undsoweiter. Und dennoch kam es, wie bei jedem Kind, immer und immer wieder zu mittelschweren Katastrophen. Ab einem gewissen Alter bestand sie zum Beispiel darin, zu stolpern, hinzufallen sich ganz fürchterlich wehzutun. Die eigentliche Kernkatastrophe bestand aber nicht im Stolpern oder Hinfallen; nein, sie bestand darin, vor Wut oder Schmerz oder beidem loszuheulen. OSKAR erreichte irgendwann diesen Zeitpunkt, wo die Tränen zwar hervorschossen, es ihm aber zugleich peinlich war. Noch exakt kann er sich daran erinnern, wie er sich in einer solchen Situation nichts sehnlichster wünschte (während er betüdelt wurde und es ein Pflaster für die Großen gab, also ohne Tierchenaufdruck!) als eben NICHT flennen zu müssen. So, wie die Großen ja auch nicht mehr weinen - das dachte OSKAR damals noch... -
Manchmal wünscht OSKAR sich heute, einfach mal kurz zu heulen und damit all' das, was an Stress, Ärger, Wut, Ängsten, Sorgen oder Problemen ihm auf der Seele liegt, hinwegzuwaschen. Es gelingt ihm ganz manchmal - und dann hofft er, dass ihn niemand sieht. Es sind aber die besonders guten Freunde, bei denen er sich nach J.'s Trennung im wahrsten Sinne des Wortes ausgeheult hat. Unglaublich, wie so ein Tränenstrom verbinden kann!
Manchmal wünscht OSKAR sich heute, einfach mal kurz zu heulen und damit all' das, was an Stress, Ärger, Wut, Ängsten, Sorgen oder Problemen ihm auf der Seele liegt, hinwegzuwaschen. Es gelingt ihm ganz manchmal - und dann hofft er, dass ihn niemand sieht. Es sind aber die besonders guten Freunde, bei denen er sich nach J.'s Trennung im wahrsten Sinne des Wortes ausgeheult hat. Unglaublich, wie so ein Tränenstrom verbinden kann!
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Samstag, 18. April 2009
Begegnungen
oskar-kasimir, 18:11h
Vor über einem Jahr hat OSKAR den Film Once im Kino gesehen. Er war zu dem Zeitpunkt noch kein Jahr getrennt worden von seiner großen Liebe, die ihn bitterlich verletzt hatte, indem sie ihm so abrupt und letztlich auch unfein das Ende ihrer gemeinsamen Zeit verkündete und danach doch noch - sei es bewusst oder unbewusst - mit ihm gespielt hatte. (Was er zuließ in der großen Hoffnung, es gebe wider allen Wissens doch noch eine Zukunft für ihre Liebe.)
Der Film bewegte ihn. Ein Straßenmusiker in Dublin trifft auf eine Frau, Immigrantin aus Tschechien, die ebenfalls der Musik Großes abgewinnt. Sie ist Pianistin und zwar weitestgehend allein nach Irland gekommen; in ihrer Heimat aber hat sie Familie: ein Kind und einen Ehemann. Wie auch immer diese Beziehung zu sein scheint, in und über die Musik verbinden sich die Seelen dieser beiden Menschen. Ihre Begegnungen und Annäherungen sind von Zuneigung und vorsichtiger Verliebtheit, glücklichen Momenten und dem Wunsch geprägt, glücklich sein zu dürfen.
Ob es ein Happy End ist, wenn sie schließlich ihren Ehemann bei sich begrüßt und der Straßenmusiker allein nach London geht, um dort sein Glück zu finden? OSKAR verneinte diese Frage zunächst. Ein schöner Film, das auf jeden Fall. Aber eben ohne Happy End, eine Liebe, deren Keim zart war, aber dann doch nicht zu einem großen Baum heranwachsen durfte.
Die Monate verstrichen. Schmerzhafte Erinnerungen stellten sich ein und verflüchtigten sich wieder, das Leben gewann wieder an Farbe und OSKAR verbrachte einen letztlich doch schönen Sommer. In dessen allerletzten Tagen überfiel es ihn. Eine Begegnung verwirrte ihn, ein Mensch war in sein Leben getreten. Die V-Frau brachte eine Saite in ihm zum Klingen, von der er angenommen hatte, dass sie für immer gerissen sei. Es folgten Gefühlschaos, Angst, Unsicherheit. Aus ihrer beider Begegnung wurde keine große Liebe, sie hatte kein Zukunft, weil er sich und er sie zu spät erst erkannte. Und doch sind beide sich nah, fühlen miteinander und denken sie aneinander. Sie sind sich innerlich verbunden. OSKAR freut sich für sie, dass sie einen Menschen gefunden hat, der sie bei der Hand zu nehmen scheint und sie sich ihrem Glück zuwenden kann. Keine Eifersucht, aufrechte Freude - und nur ein bisschen Wehmut dann und wann.
Wieder vergingenen ein paar Monate. Und dieser Tage war OSKAR urplötzlich alles klar. Das Ende, die Schlusszene für sich genommen, mag nicht happy sein. Sich aber auf die Schlusszene einzig zu versteifen, das ist im Leben wie im Film fatal, weil man vieles verpasst. Die Schlussakkorde seiner Beziehung waren nicht schön, OSKARs große Liebe, die Beziehung zu J. war es trotzdem sehr.
Es sind die Begegnungen und Wegstrecken, so glaubt OSKAR, die besonders sind. Diese gilt es, im Blick zu haben, wenn wir urteilen, einschätzen, ob es happy war oder nicht. Es sind letztlich wohl doch diese Begegnungen, an denen die Menschen reifen und aus denen heraus sie leben. So erwächst aus der Begegnung der beiden Once-Protagonisten nicht ein Kuss, keine dauerhafte Liebe, sondern ein wunderschönes Musikalbum, in dem diese besondere Begegnung festgehalten ist. Es war die Begegnung, die gemeinsamen Stunden, das gemeinsame Schweigen und ihrer beider Verwirrung, ihre Zuneigung und die zutiefst ehrliche und tiefe Geborgenheit, welche die V-Frau und OSKAR erleben durften, die wirklich zählen. Für beide hat diese Begegnung Lebensentscheidungen möglich gemacht. Hierin liegt die ganze Größe und Schönheit - nicht in irgendwie gearteten Schlussszenen!
Der Film bewegte ihn. Ein Straßenmusiker in Dublin trifft auf eine Frau, Immigrantin aus Tschechien, die ebenfalls der Musik Großes abgewinnt. Sie ist Pianistin und zwar weitestgehend allein nach Irland gekommen; in ihrer Heimat aber hat sie Familie: ein Kind und einen Ehemann. Wie auch immer diese Beziehung zu sein scheint, in und über die Musik verbinden sich die Seelen dieser beiden Menschen. Ihre Begegnungen und Annäherungen sind von Zuneigung und vorsichtiger Verliebtheit, glücklichen Momenten und dem Wunsch geprägt, glücklich sein zu dürfen.
Ob es ein Happy End ist, wenn sie schließlich ihren Ehemann bei sich begrüßt und der Straßenmusiker allein nach London geht, um dort sein Glück zu finden? OSKAR verneinte diese Frage zunächst. Ein schöner Film, das auf jeden Fall. Aber eben ohne Happy End, eine Liebe, deren Keim zart war, aber dann doch nicht zu einem großen Baum heranwachsen durfte.
Die Monate verstrichen. Schmerzhafte Erinnerungen stellten sich ein und verflüchtigten sich wieder, das Leben gewann wieder an Farbe und OSKAR verbrachte einen letztlich doch schönen Sommer. In dessen allerletzten Tagen überfiel es ihn. Eine Begegnung verwirrte ihn, ein Mensch war in sein Leben getreten. Die V-Frau brachte eine Saite in ihm zum Klingen, von der er angenommen hatte, dass sie für immer gerissen sei. Es folgten Gefühlschaos, Angst, Unsicherheit. Aus ihrer beider Begegnung wurde keine große Liebe, sie hatte kein Zukunft, weil er sich und er sie zu spät erst erkannte. Und doch sind beide sich nah, fühlen miteinander und denken sie aneinander. Sie sind sich innerlich verbunden. OSKAR freut sich für sie, dass sie einen Menschen gefunden hat, der sie bei der Hand zu nehmen scheint und sie sich ihrem Glück zuwenden kann. Keine Eifersucht, aufrechte Freude - und nur ein bisschen Wehmut dann und wann.
Wieder vergingenen ein paar Monate. Und dieser Tage war OSKAR urplötzlich alles klar. Das Ende, die Schlusszene für sich genommen, mag nicht happy sein. Sich aber auf die Schlusszene einzig zu versteifen, das ist im Leben wie im Film fatal, weil man vieles verpasst. Die Schlussakkorde seiner Beziehung waren nicht schön, OSKARs große Liebe, die Beziehung zu J. war es trotzdem sehr.
Es sind die Begegnungen und Wegstrecken, so glaubt OSKAR, die besonders sind. Diese gilt es, im Blick zu haben, wenn wir urteilen, einschätzen, ob es happy war oder nicht. Es sind letztlich wohl doch diese Begegnungen, an denen die Menschen reifen und aus denen heraus sie leben. So erwächst aus der Begegnung der beiden Once-Protagonisten nicht ein Kuss, keine dauerhafte Liebe, sondern ein wunderschönes Musikalbum, in dem diese besondere Begegnung festgehalten ist. Es war die Begegnung, die gemeinsamen Stunden, das gemeinsame Schweigen und ihrer beider Verwirrung, ihre Zuneigung und die zutiefst ehrliche und tiefe Geborgenheit, welche die V-Frau und OSKAR erleben durften, die wirklich zählen. Für beide hat diese Begegnung Lebensentscheidungen möglich gemacht. Hierin liegt die ganze Größe und Schönheit - nicht in irgendwie gearteten Schlussszenen!
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