Mittwoch, 15. April 2009
Hundeleben
OSKAR war am Wochenende fern der Stadt am großen Fluss. Er besuchte seine Eltern - samt Hund. Ein netter Geselle, inzwischen um die Lefzen leicht angegraut und auch sonst nicht mehr der allerjüngste. Das hält ihn indes nicht davon ab, sich innerlich jung zu fühlen und insbesondere beim Ansichtigwerden einer ranken und schlanken Hündin, die mit Stolz und Anmut durch den nachbarschaftlichen Garten schnüffelt, das volle Showprogramm abzuziehen. Das allerdings war durchaus überzeugend, wenn auch im Ergebnis nicht erfolgreich. Er machte dabei eine deutlich bessere Figur als manch ein betagter Menschenmann, wo dann oft eine Art Fremdschämen sich einstellt...

Es war sein elftes Osterfest, und noch immer ist er offensichtlich der felsenfesten Überzeugung, dass dieses Fest eigens für ihn abgehalten wird: In einer irren Geschwindigkeit spürte er sämtliche Verstecke auf, ließ dem menschlichen Sucher mit seinen der Hundenase weit unterlegenen Augen kaum eine Chance. Zielsicher steuerte er Sofakissen, Schrankfüße, Gardinenfalten und dergleiche Verstecke an. Einigermaßen beleidigt zeigte er sich stets aufs Neue, wenn man ihm nicht nur keine Zeit ließ, das Staniolpapier von den Schokoeiern zu reißen (OSKAR hätte nicht gedacht, dass er das derart gut hinkriegen würde), sondern ihm auch noch untersagte, sie überhaupt zu naschen. Gar nicht naschen durfte er sie - welche Schmach. - Hat schonmal jemand einen beleidigten Hund gesehen, der allen Vorwurf, den so ein Hund zu bieten hat, in sein Antlitz legt? Zum Herzerweichen - aber doch nicht genug, um ihm seinen Willen zu lassen... Die sichere Folge ausgekotzter Schokoladeneier unter Sofas, hinter Gardinen etc. steht einem als erfahrenem Hundebesitzer da innerlich warnend stets vor Augen!

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Freitag, 10. April 2009

In the still of the night





In the still of the night


In the still of the night
The full moon
How many times have you witnessed
Quiet souls standing atop balconies
Smoking fags
Thinking of lovers
Once loved, many times lost

As the spring day bids farewell
And night time befalls
Parked cars along dark streets crack
Under cooler temperatures
The distant rush of trains
Along cold rails
Once built, many times past

The occasional man on the street
Beckons to his dog
As if it were his only love
Speaks to it
As if it were his only friend
Does not notice that he isn’t
Alone

The moon she watches
How many times she has seen
With that clear white light
She sheds upon these lonely streets
Upon these quiet peoples
Standing still quite unnoticed
Once good, many times frail

In the still of the night
Whence many have gone to sleep
In their slumber quite appeased
The troubled hearts stay awake
Atop balconies with smoking fags
And weary eyes
Once lived, many times died



j.h.
April 2009


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Montag, 6. April 2009
Wortsinn
Bei näherer Betrachtung sind die Worte grinsen und lächeln nicht im Geringsten Synonyme.

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