Donnerstag, 27. März 2008
OSKAR hat keine besondere Affinität mit China, Tibet oder den Olympischen Spielen. Am nettesten findet er bei alledem noch den Dalai-Lama und - zugegeben - den praktischen Effekt, dass viele chinesische Arbeiter (wiewohl unter Umständen, die er eigentlich nicht billigen kann) viele Dinge seines täglichen Bedarfs zusammennähen, -schrauben, -nieten oder sonstwie zu dem machen, was er dann konsumiert. Aber sonst? Pure Ignoranz einer riesigen "Region", eigentlich einem ganzen Kontinent gegenüber. Nun lässt sich mit Fug und vielleicht auch mit Recht behaupten, dass bei allem Interesse für Politik, christlich-humanistischem Ideal und dem inzwischen inflationär gebrauchten und dadurch nahezu sinnentleerten, nichtsdestotrotz vielbeschworenen 'Interesses an anderen Kulturen' die Fähigkeiten zum Einfühlen, Mitfühlen, Aufstand, Protest usw. begrenzt sind. Trotzdem beschleicht OSKAR dieser Tage das Gefühl, dass im Falle Tibets er sich zwar - natürlich! - auf Seiten der durch Peking unterdrückten Menschen vermutet, es ansonsten aber eben 'nur' Meldungen in der Zeitung bleiben. Fernost - fern im Osten eben.



Demonstranten vor dem Sitz der UNO in Genf
(linkes Bild im Hintergrund) - zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken


Wie anders, als er dieser Tage in Genf am Sitz der UNO einer zwar nicht übermäßig großen, aber dafür umso engagierteren Gruppe Demonstranten ansichtig wird, die lautstark ihren Unmut - und wohl auch ihre Ohnmacht - über das Geschehen in dem Teil der Welt zum Ausdruck bringen, der wohl einmal ihre oder ihrer Eltern Heimat war und in den Herzen vielleicht noch ist.

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